2006
Erste Sicherung
Im Rahmen einer studentischen Projektarbeit von Gordon Thalmann von der Unteren Denkmalbehörde des Landkreises Prignitz konnten 2006 bisher nicht bekannte Informationen über die Kirche gewonnen werden.
Ein erstes Sicherungskonzept wurde erarbeitet. Die Einwohner des Dorfes wurden zu einer Informationsveranstaltung eingeladen und organisierten einen ersten Arbeitseinsatz, bei dem Laub und Schutt aus der Kirche entfernt sowie abgebrochene Dekorationsteile und Kanzelfiguren gesichert wurden.
Weiterhin wurden die Dacheindeckung ausgebessert, die Fenster mit angepassten Holzplatten abgedichtet und der Kirchenplatz von Wildwuchs und Büschen befreit.
2007 bis 2010
Gemeindeleben kehrt zurück
2007 wurde vor dem Hintergrund der wiederkehrenden Aktivitäten ein neuer gemeinschaftlicher Gemeindekirchenrat Halenbeck-Brügge gegründet und damit eine offizielle Basis für das kirchliche Gemeindeleben geschaffen.
Im Gotteshaus wurde die erste Andacht seit mehr als 30 Jahren abgehalten. Bei den Bürgern stieß sie auf großes Interesse.
2008 erhielt die Kirche einen Elektroanschluss. Im Rahmen eines Sommerfestes wurde eine Ausstellung über den Architekten Persius realisiert.
2009 erhielt die Kirche neogotische Kirchenfenster mit Kiefernholzrahmen und Einfachverglasung. 2010 erarbeiteten Schüler der Jahrgangsstufe 12 des Gymnasiums Pritzwalk ein Marketing- und Nutzungskonzept für die Brügger Kirche.
Ebenfalls 2010 fand in der Kirche die erste Hubertusmesse mit hervorragender Resonanz statt. Seither wurde die Hubertusmesse zu einem wiederkehrenden Höhepunkt.
2011
Festgottesdienst und Gemeindefest
2011 begrüßte Brügge die Generalsuperintendentin Heilgard Asmus zu einem Festgottesdienst zur Einweihung einer Gedenktafel für den Erbauer Reinhold Persius.
Außerdem war Brügge Gastgeber des Gemeindefestes, das zum ersten Mal an der Brügger Kirche stattfand. Die Erlöse des Festes wurden zur Sanierung der Kirche gestiftet.
30. März 2012
Gründung des Fördervereins
Nach den vorhergegangenen Bemühungen war die Vereinsgründung der nächste Schritt. Brügger Bürger wollten unter einem gemeinsamen formalen Dach Aktivitäten koordinieren, den Erhalt der Kirche sichern und gezielt Fördermittel für die Sanierung akquirieren.
Am 30. März 2012 wurde der Förderverein Persiuskirche Brügge offiziell gegründet und wenig später ins Vereinsregister beim Amtsgericht Neuruppin aufgenommen. Mit der Gründung hatte der Verein 21 Mitglieder.
Der Verein sieht seine Aufgaben in der Förderung der Denkmalpflege und des Denkmalschutzes sowie der Förderung von Kunst und Kultur. Zu diesem Zweck ist die Erhaltung und Instandsetzung der Brügger Dorfkirche sowie ihrer ortsbildenden Umgebung unabdingbar.
Etappensiege
Sanierung und Wiederbelebung
Im Frühjahr 2014 konnte das bis dahin größte Ziel, eine Teilsanierung der Kirche, begonnen werden. Im Herbst wurden diese ersten Bauarbeiten abgeschlossen.
Nachdem bereits wieder Trauerfeiern und Taufen in der Kirche stattgefunden hatten, konnte der zeremonielle Rahmen mit einer vom Verein ausgestalteten Trauung wieder vervollständigt werden.
2016 fand zum ersten Mal wieder ein Gottesdienst am Heiligabend in Brügge statt.
Bereits realisierte Ziele
- Nachbau einer Spendenbox in Form der Brügger Kirche
- Aufbau einer eigenen Internetseite
- Kulturelle Belebung von Kirche und Dorf durch Veranstaltungen
- Zeremonielle Wiederbelebung
- Entwicklung eines Vereinslogos
- Umfangreiche Sanierungsarbeiten an Dach und Innenraum
- Weitere Bauphase mit Empore, Winterkirche, Küche, Sanitärbereich und elektrifizierten Kirchenglocken
Ergänzte Recherche
Öffentliche Wahrnehmung des Engagements
Der Förderkreis Alte Kirchen Brandenburg beschreibt die Gründung des Fördervereins im Frühjahr 2012 als Reaktion auf den gefährdeten Zustand der Kirche und nennt 21 Gründungsmitglieder. Außerdem wird die Persiuskirche Brügge dort als Preisträgerin des Brandenburgischen Denkmalpflegepreises 2015 geführt.
Diese Angaben können später mit den eigenen Vereinsunterlagen abgeglichen werden.
Weiterführender Hinweis: Förderkreis Alte Kirchen Brandenburg